21 Feb

Band Registration

Registriere deine Band

19 Feb

Jetzt einreichen bei musik aktuell!

Deadline: 1. Juni

Bis 1. Juni könnt ihr eure Konzert- und Workshopprojekte noch einreichen zur aktuellen Ausschreibung “musik aktuell – neue musik in nö”. Das Thema dieses Jahr: [haße:luft] mit artist in residence Leonhard Paul, der aus den Einreichungen eine Auswahl treffen wird. Diese best-of-Auswahl wird wiederum an alle Veranstalter in NÖ versandt. Und wenn die das gut […]

Bis 1. Juni könnt ihr eure Konzert- und Workshopprojekte noch einreichen zur aktuellen Ausschreibung “musik aktuell – neue musik in nö”.

Das Thema dieses Jahr: [haße:luft] mit artist in residence Leonhard Paul, der aus den Einreichungen eine Auswahl treffen wird. Diese best-of-Auswahl wird wiederum an alle Veranstalter in NÖ versandt. Und wenn die das gut finden und euch buchen, bekommen sie bis zu 50% der KünstlerInnengage ersetzt. Super Anreiz also für alle Veranstalter, um euch zu buchen …

zwo3wir und Beat Poetry Club waren schon erfolgreich in den Programmen der letzten Jahre vertreten. Daher: jetzt einreichen …

Alle Infos gibt’s auf: www.musikfabrik.at

19 Feb

Launch von Szeneplattform

Jetzt eintragen als Band!

Liebe A-cappella-Fans, liebe SängerInnen, SounddesignerInnen, BeatboxerInnen, liebe Chöre, Vokalensembles … alle die a cappella lieben und schätzen 🙂 Um die Vielfalt und Qualität der österreichischen A-cappella-Szene zu zeigen,  möchten wir eine Platform bieten, um euch zu präsentieren, zu vernetzen, euch auszutauschen! Eure AcaLalas

Liebe A-cappella-Fans, liebe SängerInnen, SounddesignerInnen, BeatboxerInnen, liebe Chöre, Vokalensembles … alle die a cappella lieben und schätzen 🙂

Um die Vielfalt und Qualität der österreichischen A-cappella-Szene zu zeigen,  möchten wir eine Platform bieten, um euch zu präsentieren, zu vernetzen, euch auszutauschen!

Eure AcaLalas

18 Feb

Links

Aca-Wahnsinn online

 Begriff & Geschichte 

„A Century of A Cappella” (Here is the beginning of a history of twentieth century a cappella)

„What is a cappella?“ (Acappella Records)

„Was ist A Cappella” (acappella-online.de)

„Trends in a cappella“ (infogramm.am)

„How A Cappella Took Over the Music World“ (ARTSMIC)

„200 Reasons To Love A Cappella“ (Chin, Mike)

„The Glee Factor: A Rise in Amateur Singing (Fitzpatrick, Laura)

„‘Die Große Chance der Chöre?‘ Das war Etikettenschwindel! (Weidringer, Walter in: Die Presse Online)

„Can A Cappella’s Superstars Finally Break Pop’s Ceiling?” (Grant, Sarah in: The Rolling Stones Magazine Online

„Pentatonix Are Making A Cappella Cool Again (or Maybe for the First Time)“ ( in: Huffington Post)

„Sharper Than Ever: A Cappella Is YouTube’s New Favorite Obsession“ (Hoare, Peter, in Fuse)

Szene (deutschspr.)

acappella-online.de (Vernetzungsplattform)

Magenta (Die A-cappella-Agentur)

The Acappellazone  (Die Künstleragentur für Deutschland, Schweiz und Österreich) 

The Acappellazone – Vocal Blog (Vocal Blog – Web 2.0 Network and Market Place)

Sänger- und Chorbörse AUT: „Hobby a capella Gruppe“ (in: Chormuik.at – Österreichs Chorszene im Internet)

„20 Jahre Vokal Total – Deutschlands größtes A-Cappella-Festival“ (Schmidt, Romy)

Szene (intern.)

ACA Blog (Metaverzeichnis von A-cappella-Blogs)

Acapedia (Datenbank von A-cappella-Gruppen by CASA)

A Cappella Community Awards (ACA by CASA)

acappellanews (Blog)

Acappella Records (ACR)

ACATRIBE – For those who speak fluent dm, bah, or fvap (Blog) 

Contemporary A Cappella League

Contemporary A Cappella Recording Awards (CARA by Casa)

Doo-Wop Association of America

European Voices Association e.V.  (Home of European Contemporary A cappella)

Primarily A Cappella (PAC, Vertriebsgesellschaft)

Recorded A Cappella Review Board (RARB) 

THE ACAPPELLA MUSICAL

The Quest For The A cappella Major (Blog)

Vocal Asia (Home of Asian Contemporary A cappella)

Vocal Australia (Home of Australian Contemporary A cappella)

18 Feb

Coaching & Workshops

Coaching & Workshops

Es gibt im deutschsprachigen Raum eine unüberblickbare Anzahl an Fortbildungsangeboten, die nirgendwo zentral erfasst sind. Institutionell und regelmäßig finden Fortbildungen vor allem im Rahmen von Festivals und Wettbewerben statt. Zusätzlich werden Fortbildungen von öffentlichen Bildungsakademien wie der Akademie Remscheid und der Bundesakademie Wolfenbüttel angeboten. Eine formalisierte Ausbildung für A-cappella-Ensembles gibt es im deutschsprachigen Raum bislang nicht.

Dennoch haben sich einige Konstante im Verlauf des letzten Jahrzehnts gebildet, darunter der jährliche Meisterkurs der King’s Singers und das Coaching-Angebot der „Acappella Werkstatt Hamburg“, das zweimal im Jahr als mehrtägiges Intensivtraining angeboten wird. Renomierte A-cappella-EnsemblesängerInnen geben ihr Wissen in den Bereichen Arrangement, Beatboxing oder Sounddesign an Ensembles, auch an Chöre in Form in Form von Coachings häufig weiter.

Wohin in Österreich…?

In Österreich schaut es mit institutionalisierten Fortbildungsangeboten eher traurig aus. AcaLala bietet als einziges Festival A-cappella-Workshops für HobbysängerInnen und Ensembles an (Workshopangebot AcaLala).

Davon abgesehen können wir eine Reihe von Coaches empfehlen:


Philip Sageder – Beatboxing, Improvisation
Unterrichtet Popgesang am Institut IPOP /Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, freischaffender Sänger, A-cappella-Gruppe Bauchklang
Juci Janoska | Sound
Unterrichtet Popgesang am Institut IPOP /Universität für Musik und darstellende Kunst Wien,
freischaffende Sängerin und Komponistin, A-cappella-Gruppe Beat Poetry Club
Nina Braith | Voice
Unterrichtet Popgesang an der Popakademie Wien, freischaffende Sängerin und Komponistin,
A-cappella-Gruppe Beat Poetry Club
 
Ursi Wögerer | Performance
Freischaffende Sängerin, Tänzerin und Komponistin,  Trainerin bei TopMove Showdance, A-cappella-Gruppe Beat Poetry Club
Laurentius Rainer | Voice
Duo Laures

Anja Obermayer | Voice
A-cappella-Gruppe Chilli da Mur

Mira Vegas-Kratochwil | Voice
Theaterensemble Spielraum, Trainerin bei SalsaNena

 

18 Feb

Acappella or what?

Acappella or what?

acappella ist ein Begriff, den viele in der Szene verwenden, aber ganz unterschiedliche Dinge damit meinen. Warum ist das so? Weil der Begriff schon historisch gesehen in verschiedenen Epochen gänzlich unterschiedliche Bedeutungsinhalte hatte. Im ausklingenden 20. Jahrhundert begann sich darüber hinaus ein zeitgenössischer A-cappella-Begriff mit popularmusikalischer Ausrichtung zu entwickeln.

In der Literatur ist über die Wurzeln des zeitgenössischen A-cappella-Ensemblegesangs und ihre Entwicklung im Zeitverlauf Widersprüchliches zu lesen, vieles ist nicht erforscht. Einigkeit besteht jedenfalls, dass Ensembles aus den Bereichen Barbershop , Mbube , Doo-Wop , Rock, Gospel und Spiritual sowie dem vokalen Jazz seit Beginn des 20. Jahrhunderts zu einer Tradition des populären A-cappella-Ensemblegesangs beigetragen haben, auf die sich zeitgenössische Ensembles implizit berufen.

Das Voice Mania Festival schlägt auf ihrer Startseite in dieselbe Kerbe:

Aus dem Gesang ohne Instrumente (a cappella) ist ein eigenständig pulsierendes Genre aus Stimmkunst, Beatbox und Body Percussion gewachsen. VOICE MANIA spiegelt diese Entwicklung seit Anbeginn wider.

Was also heißt a cappella – damals und heute? Ein Versuch einer umfassenderen Betrachtung …

1.) a cappella historisch

Etymologisch gesehen heißt a cappella aus dem Italienischen wörtlich übersetzt „nach Art der Kapelle“ (cappella). Bernhard Janz, Autor des Artikels „a cappella“ in der Enzyklopädie „Die Musik in Geschichte und Gegenwart“ MGG weist jedoch nachdrücklich darauf hin, dass die Komplexität, Vielschichtigkeit und auch der unreflektierte Gebrauch des Begriffs den Umgang mit ihm äußerst heikel machen.[1] Hintergrund seiner Aussage ist der Umstand, dass der Begriff historisch für Sachverhalte mit gänzlich unterschiedlichem Bedeutungsinhalt angewandt wurde – nämlich als Stilbegriff, als Besetzungsbegriff und als Zeitmaß.

A cappella als Stilbegriff ist an keine bestimmte Gattung gebunden, sondern meint eine kontrapunktische Kompositionsweise, die auf Messen, Motetten, Madrigale, Tenorlieder und sogar auf bestimmte Instrumentalwerke angewandt wurde. Mitte des 16. Jahrhunderts stand a cappella nach den Forderungen des Konzils von Trient zunächst für die Ausschaltung aller profanen Elemente, für Würde und Textverständlichkeit. Als „hohe Schule“ der Komposition zeichnete sich a cappella satztechnisch ab ca. 1600 durch lange Notenwerte, sparsamen Gebrauch von Dissonanzen und einen Vorrang der Harmonie zu Ungunsten des Textes in Form von kontrapunktischer Faktur und strenger Polyphonie aus. Ob und in welchem Ausmaß dabei ohne Instrumentalbegleitung gesungen wurde, ist nach gegenwärtigem Forschungsstand nicht klar. Die Musikwissenschaft geht davon aus, dass die Mehrfachbesetzung einzelner Stimmen, die Begleitung durch Orgel oder von anderen Instrumenten colla parte jedenfalls keine Seltenheit war.

Der im 19. Jahrhundert geprägte Besetzungsbegriff a cappella lässt demgegenüber den Kompositionsstil unberücksichtigt, solange es sich um eine chorisch-vokale Besetzung handelt. Die musikalische Praxis stand für eine Säkularisierung des A-cappella-Begriffs, da sie wesentlich von Amateuren getragen wurde und nicht mehr auf den kirchlichen Rahmen beschränkt war. Bisweilen gibt die Überschrift a cappella in klassischen Werken auch lediglich das Zeitmaß eines Stückes an, indem sie die Verwendung eines Alla-breve-Taktes kennzeichnet oder auch nur ein getragenes Zeitmaß meint.

Das geistliche Schaffen des italienischen Komponisten Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525–1594) gilt im allgemeinen als das Muster der A-cappella-Musik, da hier noch am ehesten alle Bedeutungsaspekte zusammentreffen. A-cappella als mehrstimmiges, nicht instrumentales Vokalstück wird erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts in dieser Form als reiner Besetzungsbegriff wahrgenommen. Dieser Begriffsinhalt wurde von der Musikwissenschaft übernommen, was nicht selten zu Unklarheiten und Missverständnissen geführt habe, so Janz.[2]

Die historischen Bedeutungsinhalte des Begriffs sind für die vorliegende Forschungsarbeit relevant, da sie im gegenwärtigen Diskurs deutliche Spuren hinterlassen haben. Von Janz‘ Begriffsdefinitionen nicht umfasst ist die popularmusikalische Tradition des A-cappella-Gesangs.

2.) a cappella heute

Der einflussreiche deutsche Blog „acappella-online.de“ erläutert den zeitgenössischen A-cappella-Begriff wie folgt:

Gerade im erst ausgeklungenen 20. Jahrhundert entwickelte sich die A Cappella Musik enorm. Von den Revellers ueber die Comedian Harmonists bis hin zu den King\’s Singers. Mit den 70er bzw. 80er Jahren kam es zu einer breiten Auffaecherung der A Cappella Szene, die viele Ensembles hervorgebrachte. Auch der Stil der A Cappella Gruppen wurde um ein Vielfaches facettenreicher und differenzierter. Bei genauerer Analyse der modernen A Cappella-Szene sollte – gerade auch um zu einer klare Abgrenzung zum Pop-Bereich zu gelangen, der mit Boy- oder Girlgroups den Markt ueberschwemmt, die Definition fuer A Cappella lauten: Mehrstimmiger Gesang kleiner Vocalgruppen ohne instrumentale Begleitung. Oder – in Anlehung an einen Werbespot von Nike: No Instruments, just voices.[3]

Diese Definition scheint auf den ersten Blick unmissverständlich zu sein, doch gibt es subtilere Bedeutungsunterschiede im Begriffsverständnis der Szene-AkteurInnen, je nachdem,  welchem “Lager” sie zuneigen.

Eine konservative, quasi “puristische” Begriffsauslegung orientiert sich stark am historischen Begriffsverständnis des Palestrina-Stils. Sie favourisiert getragene, close harmony Arrangements ohne “störende” Technikverstärkung und Showelemente (Stichwort: Halbkreis!). Das Kollektive im Gesang steht über allem, klangliche Homogenität ist das höchste Ziel. Insgesamt wird A-cappella-Gesang hier als die höchste Kunst im Vokalbereich angesehen.

Gerade in den letzten 10 Jahren hat sich demgegenüber eine deutlich liberalere, pragmatischere Sichtweise des Begriffs herausgebildet, die vor allem im Pop und im Cover/Comedy-Bereich zuhause ist. Der Bandgedanke ist vorherrschend, das Individuum als Solist tritt gerne stimmlich und kleidungstechnisch hervor. Soundfetischismus gibt es auch hier, doch konzentriert man sich nicht auf einen homogenen Gleichklang, sondern will mittels Effekten technischer oder stimmlicher Natur einen einzigartigen Bandsound kreieren, der sich an vergleichbaren instrumentalen Bands orientert. Der Einsatz von Tontechnik, Live-Effektgeräten, Choreographie und Showelementen ist aus praktischen und kommerzillen Gründen notwendig und erwünscht. So lange der Sound nur nicht wieder zu “künstlich” für a cappella klingt – ein schwieriger Drahtseilakt …

Wie stark diese Begriffsdeutungen in Praxis von A-cappella-Bands hineinspielen, merkt man z.B. daran, dass die Wise Guys ihre Abschiedstour in zweifacher Ausführung anboten – einmal “unplugged” für die eingefleischte Fanschaft, ein zweites Mal mit vollem technischen Einsatz & Showelementen in großen Hallen.

Die deutsche Männergruppe Maybebop hingegen gehört zu einer zeitlich jungen Bewegung in der zeitgenössischen A-cappella-Fraktion, die ihre Tätigkeit in der Außendarstellung zunehmend nicht mehr als a cappella bezeichnen, weil sie von den damit einhergehenden Begriffszuschreibungen und Erwartungshaltungen von Fans und breiter Bevölkerung gleichermaßen frei sein wollen. Uneingeschränkte Kreativität bei der Klangentwicklung und beim Repertoire lautet ihr Credo. Die Mitglieder des preisgekrönten deutschen A-cappella-Ensembles Tonalrausch folgten diesem Ideal, als sie sich 2015 bewusst in Voxid umbenannten, und bezeichneten diesen Schritt als „Befreiungsschlag“ [1]. Damit einhergehend beschlossen sie, auch mit der Tradition des deutschsprachigen A-cappella-Gesangs in der lokalen Szene zu brechen:

Die einen arrangieren Chart-Hits der vergangenen Jahrzehnte in stimmtaugliche Versionen um, die anderen schreiben eigene, vorwiegend komödiantische Songs in deutscher Sprache. VOXID bricht mit dieser Tradition und schreibt englischsprachige Popmusik.[4]

(Eva-Maria Bauer  von AcaLala)

Weitere Details zur A-cappella-Szene nachzulesen in meiner Masterarbeit:

A cappella und die Macht der Definition. Wechselwirkungen zwischen diskursiver Begriffsformation und musikalischer Praxis in der Szene von A-cappella-Ensembles im deutschsprachigen Raum“, Universität Wien 2007

————————————————-

[1] Bernhard Janz: „a cappella“, in: Finscher, Ludwig (Hrsg.), Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Allgemeine Enzyklopädie der Musik, Bd. 1 (Sachteil), 2. neubearb. Ausgabe, Kassel u.a.: Bärenreiter Metzler 2000, Sp. 24.

[2] Ebd. Sp. 24-25.

[3] acappella-online.de: „Was ist A Cappella”, in: Dies., http://www.acappellaonline.de/de/node/12157, letzter Zugriff: 04.02.2017

[4] VOXID: „Voxid – vocal pop experience“, in: acappella-online.de, http://www.acappella-online.de/de/node/28499, veröffentlicht am 18.01.2016, letzter Zugriff: 16.02.2017.

18 Feb

Festivals

Festivals & Wettbewerbe

Für die verhältnismäßig geringe EinwohnerInnenzahl hat Österreich eine erstaunlich große Anzahl an A-cappella-Festivals (bzw. Wettbewerben):

Voice Mania (Wien), Vokal.Total (Graz/Steiermark), Voxon (Bleiburg, Pliberk / Kärnten) und AcaLala (Kaumberg-Bruck/L./Hollabrunn in NÖ). Und auch die Wirtschaft Dornbirn (Dornbirn/Vorarlberg muss wohl dazugezählt werden.

Voice Mania

(Wien)

Intervall: jährlich im Winter
Dauer: 1 Monat
Web: www.voicemania.at

Voice Mania ist das größte Festival für “Vokal-Akrobatik”, wie es auf der Festivalhomepage heißt,  in Österreich. Zum 20-jährigen Jubiläum 2017 waren nicht weniger als 36 Gruppen aus 16 Ländern (Europa, USA, Kanada, Russland, Südamerika, Karibik, Afrika) live zu hören. Voice Mania ist in erster Linie eine groß angelegte Konzertreihe, die von Theater am Spittelberg Managerin Nuschin Vossoughi Anfang der 90er Jahre gegründet wurde. Die Kuratorin Nuschin Vossoughi scheut die Zuschreibung “a cappella” für ihr Festival, weil der Begriff vielerorts nur mit Chormusik assoziiert wird. Sie legt das Festival für Stimmkunst breiter an, auch Body Percussion oder Varieté finden hier ihren Platz.

VoiceMania hat einige interessante Formate, die Nuschin entwickelt hat: zum Auftakt singen, schmettern und swingen KünstlerInnen bei BALCANTO von Balkonen der Innenstadt herab. Zusätzlich macht A CAPPELLA TO GO – vokale Begleitung am Graben zwischen Stephansplatz und Kohlmarkt – Gusto auf Voice Mania Specials. Jedes Jahr gibt es auch ein “Open Mic“ Casting ohne vorherige Anmeldung mit Publikumsvoting für heimische A-cappella-Ensembles und Bands. Den Gewinnern winkt ein Live-Auftritt beim Festival. Die österreichischen Top-Bands sind jährlich auch in der “Austrian Collection” vertreten.

vokal.total

Internationale A Cappella Competition Graz

Intervall: jährlich im Juli
Dauer: 1 Woche
Web: www.vokaltotal.at

Zu den renommiertesten Wettbewerben im deutschsprachigen Raum gehört der Wettbewerb „Vokal Total“ in Graz, der seit 1999 besteht und in vier Kategorien
(A Cappella Pop-Ensemble, A Cappella Jazz-Ensemble, A Cappella Comedy-Ensemble, Classical Vocal-Ensemble) den „Ward Swingle Award“ an die jeweils drei besten Gruppen verleiht. Zusätzlich wird im „beatbox shootout“ der beste Beatboxer/die beste Beatboxerin des Jahres von einer Jury auf Basis einer Abstimmung auf Youtube ermittelt. Die Wettbewerbs-Konzerte werden per Livestream öffentlich übertragen.

Voxon a-cappella Festival

(Bleiburg/ Pliberk)

Intervall: jährlich im Mai
Dauer: 1 Woche
Web: www.voxon-festival.com

Vielen hierzulande unbekannt, aber mit einem Top Line-up seit 2012: das Voxon A-cappella-Festival in Bleiburg. Rund 1000 Besucherinnen und Besucher verzeichnet das Festival jährlich seit seiner Gründung 2012. Kein Wunder bei den internationalen Acts, die geboten werden, wie “Home Free” aus den USA 2017 oder The Real Group aus Schweden 2018.

Gehostet wird das Festival von der österreichischen Vocalband Voxon, die Nachfolgegruppe der Gruppe Vox. 2010 veröffentlichte Voxon seine erste fünfsprachige CD und war damit für den Cara Award nominiert. Mit der Voxon Academy bietet Voxon jungen Musikerinnen und Musikern einen perfekten Einstieg in die Welt der Musik.

AcaLala

Wanderfestival in NÖ (Kaumberg-Bruck/L.-Hollabrun)

Intervall: jährlich von Mai bis Dezember
Dauer:  je 2 Tage an 3 Spielorten
Web: www.acalala.at

AcaLala bringt seit 2017 frischen A-cappella-Wind nach Niederösterreich. In Konzerten treten ausschließlich österreichische Chöre und Vokalbands auf. Dazu gibt’s Workshops für A-cappella-Fans aus der Region, u.a. für Vocal Pop. Beatboxing und Body Percussion. Gehostet wird das kleine, aber feine Wanderfestival  von der Wiener A-cappella-Band Beat Poetry Club.

Die Wirtschaft

(Dornbirn)

Intervall: unregelmäßige Konzertreihen
Web: www.wirtschaft-dornbirn.at/

Das Gasthaus „Wirtschaft Dornbirn“ in Vorarlberg ist gewissermaßen ein Kuriosum in der Szene – obwohl keine klassische Festivalstätte, fungiert das Gasthaus seit Jahrzehnten in regemäßiger Manier als Podium für die besten A-cappella- Ensembles der Welt. Selbst Bands wie Naturally 7 aus den USA, die kommerziell bereits so erfolgreich sind, dass sie Stadien füllen und üblicherweise nicht mehr auf A-cappella-Festivals auftreten, sind hierzu hören.

Ein paar Statistiken zum Drüberstreuen …

Warum sind Festivals und Wetbewerbe so wichtig für die Szene? Weil sich hier periodisch Szeneanhänger von nah und fern örtlich konzentriert versammeln, um im Zuge dessen ihre musikalische Praxis für eine kurze Zeit auszuüben, und durch Ausleben des damit assoziierten Lifestyle ihr Zugehörigkeitsgefühl in der Szene aufs Neue zu bekräftigen.  Weniger akademisch ausgedrückt: institutionelle Versammlungsorte wie Festivals und Wettbewerbe GENERIEREN Szenen.

Österreich hängt hier wie so oft am Rockzipfel von Deutschland, wohin sich die deutschsprachige A-cappella-Community orientiert. Für meine Masterarbeit habe ich für 2016 eine Statistik mit allen Festivals/Veranstaltungsreihen mit institutionellem Charakter im deutschsprachigen Raum erstellt, die sich selbst wörtlich oder konkludent dem A-cappella-Bereich zuordnen. Das Ergebnis war selbst für mich erstaunlich – 42 (!) Festivals habe ich 2016 in Deutschland, Österreich und Schweioz gezählt, ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben. Die folgendeTabelle offenbart die geographische Dominanz von Deutschland mit 31 von insgesamt 42 Veranstaltungen. Vergleichsweise dazu mutet die Anzahl von sechs Veranstaltungen in der Schweiz und vier in Österreich auf den ersten Blick gering an. Setzt man die Dichte an institutionalisierten Veranstaltungen jedoch in ein Verhältnis zur Bevölkerungsanzahl, schneiden Österreich und Schweiz deutlich besser als Deutschland ab, vor allem, da die wenigen Festivals hier wesentlich gößer dimensioniert sind als die – vergleichsweise – große Menge an kleinen Festivals in Deutschland.

Veranstaltungen 2016:Anz.LandStilEns. / Chor
DEAUTCHLUXzeitgen.gem.EE+C
Festivals:28202511216208
Festival + Wettbewerb:440002231
Wettbewerb:531100541
Konzertreihe:541002341
SUMME:423146116263111

Obwohl es durchaus Festivals und Wettbewerbe gibt, die sich sowohl an A-cappella-Ensembles als auch an Chöre richten, sprechen rund 3/4 der Veranstaltungen ausschließlich Ensembles an. Stilistisch ist die Präferenz weniger klar, immerhin 38 % der Veranstaltungen befassen sich ausschließlich mit zeitgenössischem A-cappella-Gesang (Pop, Jazz, Comedy), rund 62 % machen keine stilistischen Vorgaben für ihre Teilnehmer. Die ältesten in der Statistik berücksichtigten Veranstaltungen fanden 1997/98 erstmals statt. Zu den gegenwärtig bedeutendsten Festivals aus der Anfangszeit der lokalen Szene gehört u.a. das Festival „Vokal Total“ (München/DE), das im Jahr 2016 mit 44 Gruppen, 29 Konzerten und fünf Spielorten die quantitativ größten Ausmaße im deutschsprachigen Raum aufweist.

(Eva-Maria Bauer von AcaLala)